Das Sachwertverfahren wird eingesetzt, wenn eine Immobilie vor allem zur Nutzung und weniger als Kapitalanlage betrachtet wird.
Im Mittelpunkt stehen der Gebäudewert und der Wert des Grundstücks – also die reale Bausubstanz.
Es beantwortet im Grunde die Frage:
Was würde es heute kosten, diese Immobilie in ähnlicher Form neu zu errichten?
Zunächst werden getrennt bewertet:
1️⃣ Bodenwert
→ auf Basis von Bodenrichtwerten der Gutachterausschüsse
2️⃣ Gebäudesachwert
→ ermittelt aus typischen Herstellungs- bzw. Baukosten
Anschließend wird die Wertminderung berücksichtigt, z. B. durch:
Alter und Abnutzung
bauliche Mängel
energetischen Zustand
Modernisierungsrückstand
Der berechnete Sachwert wird dann noch an die Marktsituation angepasst, damit er realistisch bleibt.
Das Sachwertverfahren eignet sich vor allem für:
selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser
besondere Objekte ohne gut vergleichbare Kaufpreise
Gebäude, die nicht primär renditeorientiert sind
Wenn ausreichend Vergleichsdaten vorhanden sind, wird das Verfahren häufig mit dem Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren kombiniert.
Es zeigt transparent, aus welchen Bestandteilen sich ein Immobilienwert zusammensetzt:
Grundstück
Baukosten
Abzüge für Zustand und Alter
Anpassung an den Markt
Damit bekommen Eigentümer und Käufer eine nachvollziehbare Grundlage, wie sich der Wert zusammensetzt.
„Wir verwenden Cookies, um dir die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Mit deiner Zustimmung helfen uns Cookies dabei, Inhalte zu verbessern und bestimmte Funktionen bereitzustellen. Wenn du nicht einwilligst, kann es sein, dass manche Inhalte oder Funktionen nur eingeschränkt verfügbar sind.“